Sonntag,19. August 2001
Kultursommer
NORDHESSEN

11.00 - 18.00 Uhr, Morschen, Kloster Haydau

REISE-KARUSSELL

Vom Reisen und zu Hause bleiben, vom Abfahren und Heimkehren, von großen und kleinen Abenteuern.

Mit an Bord:

    - Kindertheater Das Schätchen der Piratin
    - Afrikanische Musik von Jobarteh Kunda
    - Musikschule Schwalm Eder Nord mit: Felix' abenteuerliche Reise
    - Holzwurm-Theater: Tommys Traumreise
    - Figurentheater marotte mit Petterson zeltet
    - Saiten-Orchester La Volta mit Musik aus aller Welt
    - Ein reisender Erzähler

Workshops mit:

    - Kasseler Kindermalschule
    - Ballett Schule Wilkinson

Aktionen von:

    - Kinder- und Jugendzirkus Rambazotti
    - Spielmobil Rote Rübe
    und vielen anderen.

Der Kindertag bietet anspruchsvolle Unterhaltung in vielschichtiger Art und Weise. Zuschauen, sich anregen lassen, Mitmachen ist möglich bei Vorführungen, Aktionen und Workshops. Alle Altersgruppen werden etwas Passendes finden, und auch Erwachsene kommen bei der bunten Palette auf ihre Kosten. Für Musikschulgruppen mit musikalischer Vorbildung ist besonders hervorzuheben der Workshop des Saitenorchesters „La Volta" aus Basel, der zu rhythmischer Aktivität in spielerischer Weise herausfordert.

Nach der Eröffnung um 11.00 Uhr besteht die Möglichkeit, sich bei den einzelnen Programmpunkten anzumelden und sich so den eigenen „Stundenplan" für den ganzen Tag aufzubauen. Je nach Vorliebe und Alter entsteht so ein individuelles Angebot, das allen Besuchern ein unvergessliches Erlebnis sichern wird. Neben den konzentrierten Einzeldarbietungen wird das Programm durch bunte, vielfältige Aktionen auf dem Freigelände abgerundet.

Da die meisten Spielstätten in geschlossenen Räumen sind, findet der Kindertag bei jedem Wetter statt! Eintritt: Kinder DM 8,-, Erwachsene DM 10,

Reise-Karussell-Zug von Kassel nach Altmorschen ab Kulturbahnhof (über Kassel-Wilhelmshöhe, Guxhagen, Melsungen) Abfahrt: 10.00 Uhr Rückfahrt: 17.53 oder 18.45 ab Altmorschen. Hin-und Rückfahrt für zwei Erwachsene und bis zu drei Kindern mit dem Multi-Ticket.

Wir freuen uns auf Euren und Ihren Besuch!

Maren Matthes


Jobarteh-Kunda

Ein neuer Stern ist aufgegangen am Himmel der immer populärer werdenden Weltmusik:Jobarteh-Kunda.

Der Name dieser Band ist ebenso exotisch-wohlklingend wie die Musik, die von einer illustren und multinationalen Besetzung dargeboten vvird. Die Geschichte dieses Rrojektes ist ungewöhnlich und faszinierend zugleich:
Der Kopf der Gruppe, Tormenta Jobarteh, wuchs unter seinem früheren Namen Werner Sturm in München auf, wo er Schlagzeug und Percussion studierte. Seit seiner Jugend begeisterte er sich für traditionelle Folklore aus der ganzen Welt, tourte als Musiker durch Europa, Asien und die USA.

Als er 1987 eine Band aus The Gambia traf und von ihnen in das kleine westafrikanische Land eingeladen wurde, hatte dies für ihn weitreichende Folgen im besten Sinne: In einem Buschcamp hörte er zum ersten Mal das Spiel eines Kora-Meisters, der diese afrikanische Harfenlaute so perfekt beherrschte, dass Jobarteh sich entschloss, dem modernen Großstadtleben zu entsagen und sich vor Ort dem Studium der Mandinka Griot-Musik zu widmen.

Bei seinem Meister Basuro Jobarteh, dem Griot des Dorfes Borraba in Fulladou, studierte er über Jahre hinweg die Musik, die Sprache und die Geschichte des Landes und lebte sich dabei derart in die Kultur seiner Wahlheimat ein, dass er von einer der angesehensten Griot-Familien adoptiert wurde. Griots sind Musiker, Historiker und Troubadoure sowie Chronisten, Geschichtenerzähler und weise Berater in einer Person. Ihre Tradition wird vom Vater auf den Sohn vererbt und schon viele Jahrhunderte genießen sie bei der Bevölkerung großen Respekt.

Jobarteh wurde schließlich ebenfalls zum Griot ernannt - einmalig für einen Weißen. Geprägt von der überwältigenden Erfahrung der ihm zuteil gewordenen Ehre entschloss er sich, diese auf Liebe, Toleranz und Respekt vor der Natur basierende Musik- und Erzähltradition auch in unsere Breiten zu tragen und dadurch mitzuwirken in der Verständigung zwischen den verschiedenen Kulturen.

Zurück in München, traf er Mitte der Neunziger Mori Dioubate, was einer Fügung des Schicksals gleichkam: Mori entstammt derselben uralten Griot-Familie, die Tormenta adoptiert hatte und verkörpert deren traditionelle Kunst wie kaum ein anderer. Bereits mit drei Jahren begann er, auf dem Balafon, einer afrikanischen Xylophon-Art, zu spielen.

Durch seine herausragenden Fähigkeiten avancierte er zu einem der angesehensten und gefragtesten Musiker Westafrikas. So spielte er im Staatsballet von Guinea. dem Fernsehorchester der Elfenbeinküste und war Mitglied bei Mory Kante.

Die beiden Griots beschlossen, ein gemeinsames F'rojekt aufzubauen - Jobarteh-Kunda war geboren. Zahlreiche Auftritte folgten und festigten sowohl das Repertoire als auch den guten Ruf dieser Band. Nach und nach wurden für das ambitionierte \'orhaben traditionelle Songs umarrangiert, modernisiert und mit neuen Titeln zu einem in sich stimmigen Programm vereinigt.

Bis zur Aufnahme der ersten CD im Frühjahr '99 hatte sich das Line-up durch hochkarätige Musiker komplettiert. So fallen in der Biographie der weiteren Band-Mitglieder Namen wie Chaka Khan, Grateful Dead und Los Reyes. Die unterschiedlichen musikalischen Wurzeln dieser Musiker fügten schließlich dem ursprünglich rein westafrikanischen Stil noch Einflüsse anderer Kulturen und Musiktraditionen bei. Karibische Stilelemente wurden ebenso integriert wie Einflüsse aus Jazz und modernem Pop. Dadurch ist die Musik von Jobarteh-Kunda äusserst reizvoll und variationsreich, sie ist Weltmusik im wörtlichen Sinn.

Der im Ursprungeland The Gambia sensationell erfolgreiche CD-Erstling der Band vermittelt dem Europäer ein Lebensgefühl, das fremd und anheimelnd zugleich scheint: Die treibende Rhythmik, die Leichtigkeit der Melodien, die fesselnden Gesänge vergessen wir den regendurchtränkten Montag und die depressive Traurigkeit vieler Radio-Hits. Genießen wir lieber die Schönheit der Natur, lernen wir Respekt vor der Schöpfung und erfahren vvir die Kraft von Liebe und Freundschaft. Lassen wir uns einfach tragen von der Bewegungelust des Körpers und der Schwingung der Klänge...
...und von der Harmonie einer aussergewöhnlichen CD namens „abaraka"...


Tommys Traumreise

Tommy fährt mit seinem Vater an die See. Auf dem Bahnhof ist ein wildes hektisches Getümmel. Erschöpft durch die ganze Aufregung schläft Tommy ein und träumt ein phantastisches Piratenabenteuer, in dem er mit Hilfe seines Traumhundes Schnuffel eine Mutprobe bestehen muß, um seinen größten Schatz zurückzubekommen.

In seinem Traum taucht Tommy in eine skurrile und dennoch emotional nachvollziehbare Welt ein, in der alles seine ganz eigene Logik besitzt.

Ein Theaterstück für Kinder ab ca. 4 bis 10 Jahren. Dauer: ca. 45 Minuten Inszeniert mit einem Schauspieler, Tischfiguren, Handpuppen und eigenen Liedern.

Dieses Stück wurde durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert.

Pettersson zeltet

(geeignet für Kinder ab 5 )

Der alte Pettersson will mit seinem Kater Findus angeln gehen. Auf seinem Dachboden hat Pettersson eine Flitzebogenwurfangel erfunden und will sie nun mit Findus am See ausprobieren. Das gefundene Zelt nehmen sie auch gleich mit und planen einen Ausflug in die Berge, da Findus noch nie gezeltet hat.
Aber aus der Zeltidylle wird nichts! Und das nur wegen der blöden Hühner, die partout auch ausprobieren wollen, wie das ist, in einem Zelt zu schlafen.
So wird einfach im Garten gezeltet, auch wenn der Riesenhecht entwischt ist, die Hühner furchtbar nerven und Findus nach einem schrecklichen Traum in Petterssons gemütlichem Schaukel-Bett verschwindet.
Für Gustavsson sind die verzückten Einfälle seiner Nachbarn nichts Neues.
Er kann sich nur wundern und bekommt von Pettersson noch eine handfeste Lügengeschichte aufgetischt. Denn Camping im eigenen Garten ist schließlich nichts Besonderes!

LA VOLTA, ein Ensemble der Jugendmusikschule Reinach/Basel-Land, besteht aus neun Jugendlichen im Alter von circa 10-18 Jahren. Sie singen und spielen zusammen mit ihrem Leiter, Jürgen Hübscher, ein vielfältiges Repertoire, das von Liedern und Tänzen des 15.-18. Jahrhunderts über internationale Folklore bis hin zur "POPulären Musik" unserer Zeit reicht.

Seit seiner Gründung im Jahre 1984 hat sich LA VOLTA einen ausgezeichneten Ruf als innovatives und in der Musikpädagogik richtungsweisendes Jugend-Ensemble erworben.

"Vitale und hinreissende Interpretationen", "ein atemberaubend professionelles Musizieren", "pure, vorbehaltlose Spielfreude", "eine beeindruckend grosse Bandbreite ihres Repertoires", - einhellig ist die Begeisterung von Publikum und Kritikern, wo immer LA VOLTA aufgetreten ist. In der Schweiz, Deutschland, Österreich, Ungarn, Russland, Spanien, Frankreich, Holland, Tschechien und Dänemark haben die neun jungen Leute konzertiert.

Sie verblüffen durch ihren sicheren und humorvollen Umgang mit einem vielseitigen Instrumentariurn, bestehend aus Gitarren verschiedener Grösse und Stimmung, zahlreichen Percussionsinstrumenten und folkloristischen Zupfinstrumenten aus aller Welt. Gesang zum Instrumentalspiel ist eine weitere Besonderheit des Ensembles.