Zum 4. Mal im Kloster Haydau:
Musikwettbewerb im Fach
Lied des 20. und 21. Jahrhunderts
Die Preisträger:

1. Preis ..................................Peter Schöne (Bariton)
Sonderpreis für Pianisten .......Olga Monakh (Klavier)

2. Preis...................................Silke Evers (Sopran)
................................................Wiebke tom Diek (Klavier)

3. Preis....................................Shira Karmon (Sopran)
.................................................Katrin Dasch (Klavier)

.................................................Andrea Stadel (Sopran)
.................................................Rita Klose (Klavier)

.................................................Anja Fidelia Ulrich (Sopran)
.................................................Holger Berndsen (Klavier)

Das Abschlusskonzert in der Kirche von Kloster Haydau

Die Klosterkirche als Stätte der künstlerischen Darbietungen

Die Sieger nach dem Abschlusskonzert


Peter Schöne mit Pianistin Olga Monakh

Peter Schöne (Bariton)

Der in Berlin geborene Iyrische Bariton, begann im 5. Lebensjahr seine musikalische Ausbildung an der Geige. Erfolgreiches Studium bei der Geigerin Valerie Rubin an der Hochschule Nürnberg, Diplom 2000. Sänger im Windsbacher Knabenchor von 1992 bis 1996. Sein Studium an der Universität der Künste Berlin bei Harald Stamm schloss er mit Auszeichnung ab. Peter Schöne ist Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau, Rene Jacobs und Peter Berne sowie Mitglied der Liedklassen bei Jonathan Alder und Sayali Dadas. Zahlreiche Liederabende, Operprojekte und Konzerte u.a. mit Oratorienmusik im In- und Ausland. Schwerpunkt-Kurse in der Musik der Moderne des 20. Jahrhunderts bei Axel Bauni ergänzen die Gesangsausbildung. Sein Debut gab er im Oktober 2002 an der Komischen Oper Berlin als Eddy in der Oper Greek von Mark-Anthony Turnage. Wettbewerbserfolge: Aufnahme in die Yehudi-MenuhinStiftung „Live Music Now"; Finalist beim Paula-Salomon-Lindberg Wettbewerb Berlin; 1. Jury-Preis und Publikumspreis im Preisträgerkonzert beim 5. Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne" im Februar 2003 in Graz gemeinsam mit der Pianistin Norie Takahashi. Stipendiat der„Paula- und Albert-Salomon-Stiftung" Amsterdam. Seit der Spielzeit 2003/2004 ist er als Solist am Theater in Hagen engagiert. Im Februar 2004 erschien die erste CD mit Liedern des Berliner Komponisten Justus Hermann Wetzel.

Sonderpreis für die beste Pianistin

Olga Monakh wurde 1982 in Charkow (Ukraine) geboren. Mit 7 Jahren erhält sie ihren ersten Klavierunterricht und gewinnt bereits vier Jahre danach einen nationalen Klavierwettbewerb in Charkow. Danach 1995-2000 Spezialmusikschule für begabte Kinder in Charkow Abschluss mit Auszeichnung. Preisträgerin mehrerer nationaler Klavier- und Kammermusikwettbewerbe, Teilnehmer bei den wichtigsten Festivals in verschiedenen Städten der Ukraine (mit Klavierabenden und als Solistin bei dem Charkiwer Philharmonischen Orchester), sowie zahlreiche Radio- und Fernsehaufnahmen für Musiksendungen in der Ukraine. 1998 nahm sie eine CD in Radio-Studio Bern und 2001 eine CD im Rahmen der Klavierakademie „Ukraine-Schweiz" auf. Seit 1998 führt sie eine regelmäßige Konzerttätigkeit in die Schweiz (Bern, Genf, Thun, Biel, Gstaat, Interlaken) und nach Deutschland (Berlin, Nürnberg, Würzburg, Magdeburg, Duisburg, Wilhelmshaven, u.a.). Teilnahme an Meisterkursen mit Klaus Hellwig (Berlin), Kristina Steinegger (Bern), Naum Starkmann (Moskau), Colette Zerah (Paris); und mit Elena Richter (Moskau) im Rahmen des „lnternationalen Forums Jünger Künstler” in Berlin. Im Oktober 2003 Stipendiatin der Paul-Hindemith-Gesellschaft Berlin und in 2004 der OttilieSelbach-Stiftung. Im Oktober 2002 - Finalistin beim internationalen Viotti-Wettbewerb in Vercelli/ltalien (WFIMC), Dezember 2002 - 2. Preis im Internationalen Arthur-Schnabel-Wettbewerb (bei der Nicht-Vergabe des 1.) in Berlin. Im November 2003 - 4. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb in Porto/Portugal (WFIMC). Seit 2001 studiert sie an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Prof. K. Hellwig.



Silke Evers mit Pianistin Wiebke tom Dieck

Silke Evers, 1972 in Bad Godesberg geboren, begann ihr Gesangsstudium 1995 bei Prof. Hans Sotin an der Hochschule für Musik in Köln und wechselte 1997 zu Prof. Klesie Kelly. 2001 schloss sie mit der Diplomprüfung im Fach Gesang („Sehr gut mit Auszeichnung“) und der Diplomprüfung in Gesangspädagogik ihr Studium in Köln ab uns wechselte an die Robert-Schumann-Hochschule, Düsseldorf in die Gesangsklasse von Prof. Michaela Krämer, um dort das Konzertexamen zu absolvieren.
Silke Evers nimmt seit 1993 regelmäßig am Meisterkursen und Wettbewerben teil und erhielt 2003 den Sonderpreis für die beste Interpretation der modernen Musik bei dem Wettbewerb „Schubert und die Moderne“ in Graz.
Seit 1999 hat Silke Evers mehrere Gastverträge an deutschen Theatern und ist seit 2003 Ensemblemitglied am Mainfrankentheater in Würzburg.

Wiebke tom Dieck studierte von 1992 - 1998 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover im Hauptfach Klavier bei Prof. Martin Dörrie (musikpäd. und künstl. Diplom 1996 und 1998). Von 1998 2000 studierte sie Liedgestaltung an der Kölner Musikhochschule bei Prof. Jürgen Glauß. Von 2000-2003 war sie Gaststudentin bei Prof. Hartmut Höll in Karlsruhe. Meisterkurse belegte sie u.a. bei Konrad Elser, Norman Shetler und Hartmut Höll. 1997 erhielt sie das Jahresstipendium der EPTA aufgrund herausragender Präsentation von Klavierwerken auf dem EPTA-Kongreß "Klaviermusik nach 1950" in Darmstadt. Im Frühjahr 2003 gewann sie im Liedduo mit Silke Evers den Sonderpreis für beste Interpretationen der Musik der Moderne beim Wettbewerb "Schubert und die Musik der Moderne" Graz und erhielt daraufhin ein Arbeitsstipendium der Paula-und-Albert-Salomon-Stiftung. Sie ist sowohl als Pädagogin an einer privaten Musikschule, als auch als Klavierpartnerin von Sängern, Instrumentalisten und Chören bei Konzerten im In- und Ausland tätig. Außerdem ist sie Pianistin beim Opernkabarett DolceDiva (wvww.dolcediva.de).



Shira Karmon mit Pianistin Katrin Dasch

Shira Karmon, 1972 in Israel geboren, begann ihre Gesangsausbildung 1993 am Israel Vocal Arts Institute. 1996 wechselte sie zur Rubin Academy of Music, Tel Aviv und schloss mit dem Bachelor of Music, magna cum laude ab. 1998 besuchte sie die Manhattan School of Music in New York City, USA und erhielt den Diplom Abschluss: Master of Music in Opera Performance.
Shira Karmon wurde von Patricia McCaffrey, Agnes Massini und Abbie Furmansky unterrichtet. Sie nahm seit 1996 an diversen Wettbewerben teil, erhielt mehrere Stipendien und hat Theater Engagements in Frankreich, Deutschland, Schottland, Holland, der Schweiz und Israel.

Katrin Dasch, geboren in Berlin, studierte Klavier bei Vida Kalojanova an der Hochschule der Künste und bei Prof. Georg Sava an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Neben der solistischen Ausbildung widmete sie sich dort auch intensiv der Kammermusik (Klasse: Prof. Gerald Fauth) sowie der Liedbegleitung in der Klasse von Prof. Wolfram Rieger, bei dem sie zur Zeit noch auch ein Aufbaustudium absolviert. Sie nahm an Meisterkursen bei Dietrich Fischer-Dieskau, Ulrich Eisenlohr und Axel Bauni teil und besuchte gemeinsam mit ihrer Schwester und Duo-Partnerin Annette Dasch die Liedklasse von Prof. Jan Philip Schulze an der Musikhochschule München. Es folgten zahlreiche Konzertverpflichtungen des Lied-Duos u. a. beim Hessischen Rundfunk, dem MDR und beim Wartburg-Konzert von Deutschlandradio Berlin, der Reihe "Das-Lied-in-Dresden", Januar 2004 im Theatre de la Ville Paris und beim Festival "La folle Journee" in Nantes. Weitere Konzerte mit verschiedenen Sängern und Kammermusikpartnern u.a. bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und bei Schlosskonzerten rund um Berlin. Beim 1. "BR-Musikzauber Franken" Wettbewerb für Liedgesang 2002 erhielt Katrin Dasch den Sonderpreis für Liedbegleitung. Im Frühjahr 2003 wurde sie beim Wettbewerb des Deutschen Musikrates mit einem Stipendium für die Bundesauswahl "Konzerte junger Künstler" ausgezeichnet. In der Saison 2004 / 05 wird sie im Trio mit Klarinette und Violine konzertieren. 1996-2002 Künstlerische Mitarbeit beim "Inboccallupo-Opernensemble" in Berlin.



Andrea Stadel mit Pianistin Rita Klose

Die Sopranistin Andrea Stadel, geb. 1981 in Bruchsal, und die Pianistin Rita Klose, geb. 1980 in Stuttgart, studieren beide an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Eine erste Zusammenarbeit der beiden erfolgte innerhalb des Liedgestaltungsunterrichts bei Prof. Peter Nelson an der Musikhochschule Karlsruhe. Prof. Maria Venuti machte das Liedduo auf den Liedwettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne" aufmerksam, welcher im Februar 2003 in Graz stattfand. Da die beiden Künstlerinnen das vorgeschriebene Repertoire ansprechend und reizvoll fanden, beschlossen sie, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren und sich gemeinsam auf diesen Wettbewerb vorzubereiten. Einen ersten Erfolg ihrer Zusammenarbeit konnten sie mit dem Eintritt ins Semifinale o.g.Wettbewerbs feiern. Beim 3. internationalen Hilde-Zadek-Gesangswettbewerb im September 2003 in Wien erreichte das Liedduo das Finale. In gesanglichen, pianistischen und musikalischen Fragen stehen dem Liedduo Stadel/Klose die Lehrkräfte Prof. Maria Venuti, Prof. Peter Nelson und Prof. Angelika Merkle zur Seite. Der Besuch eines Liedinterpretationskurses bei Prof. Charles Spencer im Juli 2003 brachte dem jungen Liedduo neue künstlerische Impulse. Auf Einladung verschiedener Institutionen gaben die beiden jungen Künstlerinnen schon mehrere Liederabende in der Region Karlsruhe. Auf eine Einladung des Richard-Wagner-Verbandes Karlsruhe konzertierten sie im Joseph Keilberth-Saal des Wohnstifts Karlsruhe-Rüppurr. Im Januar 2003 gaben sie auf Wunsch des Kulturkreises Ubstadt-Weiher einen Liederabend im Fachwerkhaus Zeutern. Im Oktober 2003 wurde das Liedduo in die Yehudi-Menuhin-Stiftung „Live Music Now Oberrhein e.V." aufgenommen und wird in Zukunft auch an eher ungewöhnlichen Orten zu hören sein, z.B. in Krankenhäusern, Seniorenzentren o.a. sozialen Einrichtungen. Im Januar 2004 wurde den beiden Künstlerinnen ein 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb des Kulturfonds Baden zuerkannt.



Anja Fidelia Ulrich mit Pianist Holger Berndsen

Anja Fidelia Ulrich wurde 1977 in Fürth/Bayern geboren. Sie erhielt ihre erste musikalische Ausbildung am Meistersängerkonservatorium Nürnberg bei Professor Gabriel Rosenberg im Fach Klavier und im Fach Gesang bei Professor Maria Cavazza. Ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Würzburg bei Professor Horst R. Laubenthal schloss sie im Jahr 2002 mit Auszeichnung ab. Seitdem setzt sie ihr Studium dort in der Meisterklasse fort.
Bereits zu Studienzeiten sang die Sopranistin nahezu alle bedeutenden Werke der Konzertliteratur. Im Bereich Alter Musik sammelte sie Erfahrungen mit dem Concerto Palatino und dem Trompetenconsort Friedemann Immer mit Werken von Monteverdi Pergolesi und Bach, im Opernfach u.a. als Juno in Cavallis „La Calisto" in einer Inszenierung von Karoline Gruber.
Prägend für ihre musikalische Entwicklung war die rege Zusammenarbeit mit den Dirigenten Jörg Straube, Christian Fröhlich und Peter Falk, unter dessen Leitung sie in der Titelrolle von Massenets „Cendrillon" zu sehen war. Ihre stilistische Vielfalt konnte sie durch Arbeitsphasen mit Ingeborg Hallstein um den Bereich Operette erweitern.
Seit mehreren Jahren gibt die junge Sängerin regelmäßig Liederabende. Meisterkurse bei Helmut Deutsch und Axel Bauni setzten dabei interpretatorische Schwerpunkte.
Ihre hohe Musikalität und Ausdrucksfähigkeit stellte sie auch in der Neuen Musik unter Beweis. Wichtige Stationen lagen in diesem Bereich in der Uraufführung von P. Marinos zeitgenössischer Oper „Das verräterische Herz" und der CD- Produktion „Böhmen liegt am Meer" mit Kompositionen von H. Hartl, bei der sie mehrere Lieder für Sopran, Klavier und Streichquintett einspielte.
Im Jahr 2003 war sie Preisträgerin beim Paula-Salomon-Lindberg Wettbewerb für Neue Musik in Berlin und erhielt den ersten Preis beim Armin-Knab Wettbewerb in Würzburg. 2004 ist sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes.

Der Pianist Holger Berndsen stammt aus Würzburg. Ersten Klavierunterricht erhielt er mit fünf Jahren. Nach Privatunterricht bei Enikö Török und Studium bei Prof. Arne Torger an der Hochschule für Musik in Würzburg war es vor allem sein Studienaufenthalt von 1994-1998 bei Prof. Lew Naumow am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, der ihm wichtige Impulse aus der "Neuhaus-Schule" vermittelte.
Seit Beendigung seines Würzburger Studiums folgten neben zahlreichen Klavierabenden Auftritte im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und bei Ballettproduktionen des Staatstheaters Darmstadt und am Landestheater Coburg (mit "Kreisleriana" von Schumann), sowie in den Sälen des Moskauer Komponistenverbandes, der Deutschen Botschaft, der Deutschen Schule Moskau und des Tschaikowsky-Konservatoriums, hierunter besonders hervorzuheben sein Solokonzert (mit Werken von Schubert, Brahms, Chopin und Debussy) im Rachmaninow-Saal des Konservatoriums zum Abschluß seines Studiums im Januar 1998.
Seit 1987 finden regelmäßig Rundfunkaufnahmen mit dem BR und vermehrt auch Konzerte mit Werken zeitgenössischer Komponisten (Haider, Hippe, Ospald, Reißenberger, Weidner, u.a.) statt, unter anderem auch in Moskau (Karasikov).
Seit 1998 hat Holger Berndsen einen Lehrauftrag für Klavier und Korrepetition an der Hochschule für Musik Würzburg inne. Insbesondere seine Tätigkeit als Vokalkorrepetitor führte zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Kunstlied. In der Folge entwickelte sich eine rege Tätigkeit als gesuchter Liedbegleiter im In- und Ausland. Kurse bei Axel Bauni und Helmut Deutsch waren hierbei wichtige Einflüsse.

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Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.

PROGRAMM

zum

Abschlusskonzert

der Preisträger

"Lied des 20. und 21. Jahrhunderts"

Klosterkirche Altmorschen
22. Mai 2004, 19.00 Uhr

Michael Tippett Caliban's Song (1995) aus „Tempest Suite"

Peter Schöne, Bariton - 1. Preis
Olga Monakh, Klavier - Sonderpreis für Pianisten

Edison Denissow (1929-1996)
Zwei Lieder nach Gedichten von Ivan Bunin (1970)
Dämmerung Herbst

Anja Fidelia Ulrich, Sopran - 3. Preis
Holger Berndsen, Klavier


Luigi Dallapiecola (1904-1975)
Quattro Liriche di Antnio Machado (1948)
La Primavera ha venido ...
Ayer sone que veia ...
Senor ya me arrancaste ...
La primavera ha venido ...

Andrea Stadel, Sopran - 3. Preis
Rita Klose, Klavier


George Crumb (*1929)
Aus „Apparition" (W. Whitman) 1979

The night in silence
Vocalise I
When Lilacs last in dooryard bloom'd
Vocalise III
Come Lovely and Soothing Death

Silke Evers, Sopran - 2. Preis
Wiebke tom Dieck, Klavier


Gottfredo Petrassi
Aus „Tre Liriche" (1944)

Io qui vaqando

Peter Schöne, Bariton
Olga Monakh, Klavier


Hugo Weisgall (*1912)
Aus „Die Goldene Pave" (1980)

Lomir zikh Bafrayehn (Trinklied)
Die Goldene Pave

Shira Karmon, Sopran - 3. Preis
Katrin Dasch, Klavier


Wolfgang Rihm (* 1952)
Geistliche Dämmerung op. 1,2 (1969)

Silke Evers, Sopran
Wiebke tom Dieck, Klavier


Samuel Barber (1919-1981)
Aus „Three Songs" op. 45 (1974)


Now have I fed ... (J. Joyce/G. Keller)

Andrea Stadel, Sopran Rita Klose


Olivier Messian (1908-1992)
Aus "Chants de Terre et de Ciel" (1937)

Résurrection

Anja Fidelia Ulrich, Sopran
Holger Berndsen, Klavier


Aribert Reimann (* 1936)
Aus Slime and Dark" (J. Joyce) (1989)

I intone the high anthem
Wind your arms
Let us fling

Peter Schöne, Bariton
Olga Monakh, Klavier


Joseph Schwantner (* 1943)
Aus „Two Poems of Aqueda Pi (1980)

Shadowinnower

Shira Karmon, Sopran
Katrin Dasch, Klavier


Moritz Eggert (* 1963)
Aus „Neue Dichterlieben"

Neues Märchen

Peter Schöne, Bariton
Olga Monakh, Klavier


Jake Heggie (*1960)
Aus „Natural Selection" (1997)

Animal Passion

Silke Evers, Sopran
Webke tom Dieck, Klavier

HNA, Montag, 24.5.2004
Tonkünstler auf der Treppe

Musikwettbewerb vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Kloster Haydau

MORSCHEN. 17 Liedduos haben am diesjährigen Musikwettbewerb vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Kloster Haydau teilgenommen. Über drei Tage stellten die jungen Musiker dort in klavierbegleiteten Gesangsvorträgen Lieder des 20. und 21. Jahrhunderts vor.


Ausgezeichnete Duos: von links Silke Evers (Sopran; 2. Preis) und Wiebke tom Dieck (Klavier), Anja Ulrich (Sopran, 3. Preis), Peter Schöne (Bariton, 1. Preis) und Olga Monakh (Klavier; Sonderpreis für Pianisten), Andrea Stadel (Sopran; 3. Preis) und Rita Klose (Klavier), Katrin Dasch (Klavier) und Shira Karmon (Sopran; 3. Preis), Holger Berndsen (Klavier). FOTO: HOCKE

Als Jury-Vorsitzender lobte der Komponist Aribert Reimann bei der Bekanntgabe der Preisträger das durchweg hohe Niveau aller Teilnehmer. Er bezeichnete den Wettbewerb als besonderes Erlebnis. „Stimmliche, intellektuelle und emotionale Stärken" der Vortragenden hätten für musikalische Höchstleistungen gesorgt.
Seit seiner Gründung vor 53 Jahren hat der Kulturkreis über 1000 Künstler unterstützt. Für viele war es die erste große Auszeichnung oder das erste Stipendium. Manche dieser Preisträger sind heute renommierte Künstler, die das Kulturleben in Deutschland entscheidend mitgeprägt haben; zum Beispiel der 1974 ausgezeichnete Justus Frantz.
Die Preisträger werden der Öffentlichkeit während der Jahrestagung des Kulturkreises vorgestellt, die am 8. und 9. Oktober in Mannheim stattfindet. Seit 2003 haben die Preisträger die Chance, bei diesem Konzert das Werk eines bekannten zeitgenössischen Komponisten uraufzuführen. In diesem Jahr hat sich Wolfgang Rihm bereit erklärt, ein Lied für den ersten Preisträger zu komponieren.
Am Samstagabend lieferten die Preisträger in der Klosterkirche Haydau eine öffentliche Kostprobe ihres musikalischen Könnens. Die streckenweise avantgardistische Musik erforderte ein hohes Maß an Verständnis für moderne Kunstlieder, deren Geschichte sich in Deutschland mit Namen wie Franz Schubert, und Robert Schumann für das 19. sowie mit Arnold Schönberg für das 20. Jahrhundert verbindet. Bis in die Gegenwart hat die intime Besetzung einer Singstimme mit Klavier nie an Reiz verloren.
In Altmorschen wurden die Konzertbesucher in völlig neue Tonwelten entführt in denen der ehrwürdige Flügel nicht nur als wohltemperiertes Tasteninstrument, sondern auch als Harfe und Trommel herhalten musste.
Silke Evers (Sopran) und Wiebke tom Dieck (Klavier) überzeugten mit einer Liedfolge des 1929 geborenenen amerikanischen Komponisten George Crumb. Dabei wurden die schrillen und atonalen Elemente der Natur in Form konzertanten Liedguts wiedergegeben.
Die Preisträger boten stimmliche und instrumentale Spitzenleistungen, die auf ein neues Kapitel in der internationalen Musikgeschichte neugierig machen. Moderator des Konzerts war Jury-Leiter Reimann. (ZRO)