Samstag, 5. April 2008 • Kloster Haydau

Aus Märkische Allgemeine - Zeitung

Hermann Alves, Pfarrer und Dekan im Ruhestand, hätte vermutlich die halbe Nacht rezitieren und erzählen können. Und die Mehrzahl des Publikums im voll besetzten Petrikirchsaal hätte ihm wahrscheinlich zugehört. „Wenn es um Wilhelm Busch geht, bin ich nur schwer zu bremsen“, gestand der als Busch-Interpret bekannte Kirchenmann aus Bad Ems ein. Er war am Mittwochabend im Rahmen der Evangelischen Erwachsenenbildung zu Gast in Luckenwalde.

Seit seiner Jugendzeit befasst sich Hermann Alves, der frühere Dekan des Dekanates Nassau, mit dem Werk es großen niedersächsischen Dichters und Zeichners und hat selbst Publikationen über ihn herausgegeben. Mit Hermann Alves kommt nicht nur einer der profundesten Busch-Kenner, sondern auch der in Hessen und Rheinland-Pfalz bekannteste Rezitator seiner Werke ins Kloster Haydau. Ein heiterer aber auch nachdenklicher Nachmittag erwartet die Besucher, wenn Hermann Alves in unnachahmlicher und lebendiger Weise die Werke Buschs vermittelt. „Wilhelm Busch, populär wie keiner – unbekannt wie selten einer“.

Wilhelm Busch hat über seine beliebten Bildergeschichten wie „Max und Moritz“ hinaus tiefsinnige literarische Werke geschrieben. „Diese anspruchsvolle Literatur mit philosophischem und theologischem Inhalt ist weitgehend unbekannt“, so Alves, langjähriges Mitglied der Wilhelm-Busch-Gesellschaft. Er hat darüber ein Buch „Populär wie keiner – unbekannt wie selten einer“ geschrieben.

Hermann Alves, befasste sich nach seiner Konfirmation durch Buschs Neffen Pastor Nöldeke im Jahre 1944 intensiv mit Wilhelm Busch. Alves schätzt auch Buschs Humor. „Wir lachen viel zu wenig“, erklärte er. „Dafür klagen die Deutschen auf allerhöchstem Niveau“, und das bedauert er. (Von Uta Franke)


Die Veranstalter halten selbstgebackenen Kuchen und Kaffee für Sie bereit!

Wir freuen uns auf Sie!


Veranstalter: Kulturring Morschen und Landfrauenverein Morschen

vom Donnerstag, 27. März 2008


Der Andrang war groß!
Über 150 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung des Landfrauenvereins Morschen unter der Leitung von Frau Ilse Groh und des Kulturrings Morschen gefolgt und ließen sich Kaffee und selbstgebackenen Kuchen schmecken.

Hermann Alves, Pfarrer und Dekan i. R., erfreute die Zuhörerinnen und Zuhörer mit heiteren und humorvollen, aber auch nachdenklichen Versen und Gedichten aus Wilhelm Buschs Werken.

Sein Engagement sprang auf das Publikum über, und so kam es oft zu Zwiegesprächen zwichen Hermann Alves und dem Publikum über viele "ach so menschliche Dinge".

Das Obergeschoss des Westflügels, Raum Landgräfin Juliane von Hessen, war bis zur zulässigen Grenze mit Stühlen bestückt, so dass alle Besucher einen guten Platz bekamen. Die Veranstalter waren zufrieden über das große Interesse an dieser Veranstaltung. Hermann Alves fiel es nicht leicht ein Ende zu finden, und versprach zu einem weiteren Vortrag gern wieder ins Kloster Haydau nach Altmorschen zu kommen.

Zum Schluß überreichte Thomas Dell-George (Kulturring Morschen) dem Vortragenden Hermann Alves als Dank für seinen kurzweiligen Beitrag eine Flasche Kloster-Haydau-Sekt.